Veröffentlicht am 21. April 2026

Neue Wasserleitungen, die Jahresrechnung 2024, Wasserschutzgebiete und der künftige Wassercent. In der jüngsten Verbandsversammlung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe standen gleich mehrere zentrale Themen auf der Tagesordnung.

Im Zuge des Fernwärmeausbaus wird der Zweckverband heuer im Ortsgebiet von Amerang auf einer Länge von mehr als 400 Metern eine alte Hauptwasserleitung im Bereich der Wasserburger Straße erneuern. „Durch die Bündelung dieser Maßnahmen kann nicht nur eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung realisiert, sondern auch die langfristige Versorgungssicherheit im Gemeindegebiet gestärkt werden“, betonte der technische Betriebsleiter Sebastian Singer.

Außerdem startet in Kürze die Erschließung des Baugebiets „Kirchensur Reiterbergerstraße“. Hierfür hat der Zweckverband die erforderlichen Tiefbauarbeiten für die Herstellung der Wasserleitungen vergeben.

Bei der Bekanntgabe des Jahresabschlusses für das Haushaltsjahr 2024 konnte Verbandsvorsitzender Georg Reinthaler über einen Jahresgewinn in Höhe von 18.300 Euro berichten. Das Eigenkapital des Zweckverbandes belief sich auf 4,17 Millionen Euro, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen 1,71 Millionen Euro. Das Anlagevermögen betrug 5,19 Millionen Euro und der Kassenbestand beziehungsweise das Bankguthaben wies 437.000 Euro aus. Seitens der anwesenden Verbandsräte aus den Mitgliedsgemeinden Amerang, Eiselfing und Schonstett wurde der Jahresabschluss einstimmig festgestellt und der Verbandsvorsitzende entlastet.

Keine wesentlichen Fortschritte gibt es derzeit bei der Neuausweisung der beiden Wasserschutzgebiete. „In Eiselfing müssen von unserem beauftragten Fachbüro derzeit Fragen des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim zum Grundwasserfließschema beantwortet werden. Und in Schonstett wartet das Ingenieurbüro aktuell noch auf die chemischen Untersuchungsergebnisse der Grundwassermessstellen“, so Reinthaler.

Über die vom Bayerischen Landtag beschlossene „Wassercent“-Einführung zum 1. Juli 2026 berichtete Geschäftsleiter Josef Kotter. Hiervon sei auch der Schonstetter Zweckverband betroffen, welcher künftig knapp 100.000 Euro jährlich von seinen Kundinnen und Kunden erheben und dann vollumfänglich an den Freistaat weiterleiten müsse. „Nach der Zugrundelegung des Gesamtverbrauchs sowie des Wasserverlusts im Jahr 2025 und der Berücksichtigung des möglichen Freibetrags sprechen wir hier von 11 Cent pro geliefertem Kubikmeter Trinkwasser.“ Die Verbandsversammlung beauftragte die Verwaltung mit der Einleitung der erforderlichen Schritte.

Fotomotiv: Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Schonstetter Gruppe verlegt eine neue Trinkwasser-Hauptleitung.